Überall herrschte Dunkelheit. Nur der ewige Mond und übrig gebliebene Strassenlampen beleuchteten die von hässlichen Kreaturen bewohnte Erde. Nur noch wenige Menschen hatten überlebt. Sie werden bis zum bitteren Ende mit mittlerweile sehr fortschrittlichen Waffen kämpfen. Alle waren sie alleine unterwegs, doch aber zusammen. Sie reisten gemeinsam, jeder kämpfte aber für sich. Auch Jack hatte sich einer Gruppe angeschlossen. Er wurde durch einen Angriff der gnadenlosen Bestien überrascht und reiste nun seit Tagen in dieser tristen Einöde. Er hatte wenige Stücke aus seinem früheren Leben mitnehmen können, die ihn an schöne Zeiten erinnerten. Er wusste nicht warum, aber er trug stets sein altes Schuletui mit etlichen Farbstiften, ein Necessaire, sein altes Portemonnaie und einen Plastiksack mit diversen Dingen drin herum. Für den Kampf stellte er diese Sachen immer an einen sicheren Ort. So zog er mit den restlichen Überlebenden herum, ohne zu wissen, wer genau sie sind und was sie vorhaben. Er sah aber, dass sie immer wieder kleine Erfolge feiern konnten, indem sie Gebiete säuberten, dann aber sofort weiter zogen. Mit Jacks Hilfe gelang das nun sogar noch besser und so kam er mit diesen Menschen langsam ins Gespräch. Trotzdem misstraute er ihnen. Menschen wurden mit der Zeit korrupt.
Alles begann im Jahr 2125. Der Euro war mittlerweile in ganz Europa verteilt und selbst Schweizer wie Jack mussten sich daran gewöhnen. Nur Grossbritannien sollte noch seine Pfunde behalten. Nur ein Jahr vorher dachten alle, schwere Zeiten würden kommen. Man hätte aber nie mit solchen in diesem Ausmass gerechnet. Mister X, wie man ihn nannte, herrschte über ganz Grossbritannien. Viele bezeichneten ihn als neuen Hitler. Er schien alles im Griff zu haben und viele hatten Angst, er würde nun ganz Europa einnehmen. Doch wie man weiss, kam alles ganz anders. Nicht Mister X, sondern die Kreaturen eroberten Europa und die ganze Welt, wie wohl auch Teile des Universums. Anders war der ewige Mond nicht zu erklären. Es war stets Nacht. Nun gab es nur noch wenige Menschen. Viele davon trauerten den verhältnismässig glorreichen Zeiten mit Mister X nach.
Die menschliche Kampftrupp wanderte in ein neues Gebiet. Alle schienen nervös zu sein, nur Jack nicht. Er wusste nicht, warum alle aufgeregt waren. Die Gegend schien ruhig zu sein, nichts Aussergewöhnliches. Einige Strassenlampen, Ruinen und Müll, wie immer. Er lief etwas hinter den anderen und prüfte sein Portemonnaie. 50 Euro befanden sich darin. Plötzlich kam in ihm der absurde Gedanke auf, das Geld könnte gestohlen werden. Aber warum, es war ja mittlerweile wertlos. Trotzdem wollte er seine Sachen, die er, aus welchen Gründen auch immer, stets versteckt hielt, so schnell wie möglich irgendwo unterbringen. Er suchte sich ein geeignetes Versteck und stiess dabei auf eine riesige metallene Röhre. Jack spürte, dass sie einst von Menschen gebraucht werden musste. So fand er ein kleines, noch unversehrtes Möbelstück darin. Unter dieses steckte er all seine Dinge. Zuerst das Etui, dann das Necessaire, nach diesem das Portemonnaie und schlussendlichen den Plastiksack, schön gereiht von links nach rechts. Er wusste nicht warum er das machte, er tat es einfach.
Plötzlich waren Schüsse zu hören. Panik überkam Jack. Schnell griff er zu seiner Waffe und richtete sie auf eine heran gelaufene Kreatur. Er drückte so schnell er konnte ab. Die Bestie schien überrascht und sackte ob der Schüsse in den Rücken zu Boden. Sie musste sich wohl von den anderen getrennt haben. Jack entdeckte keine weiteren Feinde. Die anderen Menschen kümmerten ihn nicht. So ging er auf das getötete Wesen zu, um es genauer zu betrachten. Ein solches Vieh hatte er noch nie gesehen. Es schien eine mächtige Waffe geführt zu haben. Beim Ansehen der Kreatur verfiel Jack in eine Art Trance und stand minutenlang regungslos da. Man munkelte, dass dies besondere Kräfte der Bestien waren, die ihnen der Mond verliehen hatte. Man konnte sie zwar töten, nicht aber vernichten. Das war wohl der Grund, warum man stets weiter zog. Natürlich trug jeder auch die Hoffnung in sich, eines Tages die Kreaturen eindämmen zu können, um ein neues Gebiet für die Menschen zu schaffen, das nicht wieder erobert wird. Schliesslich hatte man starke Waffen und all die Kämpfer waren erfahren. Man munkelte auch, dies sei bereits einer etwas grösseren Menschenmenge irgendwo in Grossbritannien gelungen. Sie sollen, nicht wie die Kämpfer, dies durch Zusammenarbeit geschafft haben, die man sich in solchen Ausmassen kaum noch vorstellen konnte. Sie sollen gar geforscht und ein Mittel gefunden haben, das die Bestien von weiteren Angriffen abhielt. Doch diese Gerüchte verloren an Glaubwürdigkeit, als man beim Erzählen zu dem Punkt kam, wo man behauptete, ihr Anführer sei Mister X gewesen. Bekanntlich stirbt aber die Hoffnung zuletzt.
Jack gehörte zu dieser Zeit nicht zu den erfahrenen Kämpfern, doch er sollte noch einer werden. Kurz vorher bewohnte er noch ein Gebiet in den Bergen. Es war ein Fehler zu denken, die Kreaturen würden von der Schweiz und dessen schwierig erreichbaren Gebiete abhalten. Sie kannten keine Gnade und waren darauf getrimmt, die Menschheit zu vernichten. Es gelang Jack aber zu fliehen und zu einem Trupp zu stossen, den er nun begleitete. Er wusste nicht mehr, wo er sich befand. Alles war von gleicher Tristesse erfüllt und Schilder mit Ortsangaben existierten nicht mehr. Nur der Mond und die wenigen Strassenlampen begleiteten die Krieger in unbekannte Richtungen. Jack verstand nicht, wie all die anderen so sicheren Schrittes voranschreiten konnten. Sie mussten wohl ein klares Ziel vor Augen gehabt haben.
Die Bestien waren den Menschen zahlenmässig nie überlegen, aber sie waren stark und besassen über mysthische Kräfte, die wohl auch für Jacks damalige Trance verantwortlich waren. Wer weiss, was passiert wäre, wenn er noch länger dagestanden hätte. Man vermutete, dass die Kreaturen so die Kontrolle über andere übernehmen konnten und diese in ihresgleichen mutieren liessen. Doch all diese Fakten und Gerüchte machten Hoffnung auf Besserung. Der Trupp bestand nämlich nun aus genauso guten, wenn nicht besseren Kriegern, nur kämpfte man immer gegen weniger Feinde. Die Verluste waren überschaubar, wenn überhaupt vorhanden. Man hoffte also, mit gezielten Angriffen den Feind schlagen zu können, wenn es auch Jahre dauern sollte.
Urplötzlich kam Geoffrey angerannt. Er war der Leader des Trupps. Er packte Jack am Arm und riss ihn aus seiner Trance. Harte Verluste habe man erlitten, doch man habe nun den Transporter. Er solle sich beeilen, in vier Minuten fliege das Ding ab. Man habe also verdammt Glück gehabt. Es verstrichen wohl noch an die dreissig Sekunden, bis Jack endlich begriff. Das Muskelpaket Geoffrey war bereits nur noch von weitem zu sehen. Panik überkam Jack von neuem. Er hastete zum Möbel und griff drunter. Er sah und spürte, dass er das Etui ergriff. Er konnte aber nicht alles mitnehmen, so war er froh, hatte er die Dinge gereiht hatte. Sein Necessaire, das Portemonnaie und sein alter Hausschlüssel im Plastiksack waren ihm am wichtigsten. Er konnte diese Sachen schnell ergreifen, nur der Schlüssel war nicht zu finden. Er geriet wegen des Zeitdrucks immer mehr in Panik. Aber warum wollte er nur diese Dinge haben? Als er seinen Schlüssel endlich fand, schien alles in Zeitlupe abzulaufen. Es kam ihm vor, als würde sich alles verzerren, als sei er in einem Fernseher, dessen Bild von einer Quelle gestört wurde. Alles war einfach so surreal. Trotzdem versuchte er, so schnell wie möglich in die Richtung zu rennen, in der er Geoffrey zuletzt gesehen hatte.
Schüsse strichen an Jack vorbei. Solche Geschosse hatte er noch nie gesehen. Sie blinkten und schienen durch die massivsten Deckungen zu fliegen. Man hörte Menschen schreien. Sie fanden anscheinend ihren Tod in einem hoffnungslosen Kampf. Aber warum waren da so viele Kreaturen? Jack versuchte, nicht zu denken und rannte so schnell er konnte. Plötzlich sah er eine metallene Röhre, die seinem Versteck glich. Nur war diese noch gut erhalten und viel grösser und schien eine Art Cockpit zu besitzen. Das musste also der Transporter gewesen sein, von dem der Leader sprach. Dieser hob sich und von oben her begann sich ein Tor zu schliessen. Jack rannte voller Verzweiflung und sah, dass ihm wohl wenige Zentimeter fehlen würden. Wenn er den Transporter erreichen würde, dann würde ihn das Tor zerquetschen. Da streckte einer der Männer seinen Arm hinaus. Jack liess seine Waffe fallen – denn seine persönlichen Sachen waren ihm wichtiger –, ergriff die helfende Hand und konnte sich noch knapp unter dem Tor durchziehen.
Jack wollte seinen Retter sofort ausfindig machen, als er aus seiner Ohnmacht erwachte. Er musste wohl dem sicheren Tod ins Auge geblickt und dabei sein Bewusstsein verloren haben. Er wendete seinen Kopf und sah nur zwei Frauen und Geoffrey. Alle konnten sie ihn nicht gerettet haben. Es war eine kräftige, männliche Hand, die ihn ergriff, aber Geoffrey wäre dazu zu herzlos gewesen. Aber warum hat er ihn dann über den Transporter informiert und all die anderen verrecken lassen? Jack war überhaupt erstaunt, dass ihn in dieser kalt gewordenen Welt überhaupt jemand gerettet hatte. Viele Fragen schwirrten Jack durch den Kopf. Er wusste natürlich nichts über die geheimen Kräfte der Bestien. Vermutlich wollte Geoffrey nicht noch jemanden zu einer Kreatur mutieren lassen. Das hätte die Zahl derer unnötig erhöht.
Plötzlich erblickte Jack einen weiteren Mann. Es war eher noch ein Knabe, aber er war stämmig und vom Krieg gezeichnet, was ihn älter aussehen liess. Er gab sich als Gabriel aus. Was für eine Ironie, dachte sich Jack. Ausgerechnet ein Engel unter all den Korruptheiten? Die beiden Frauen, Leala und Tana, sollen ihm aber geholfen haben, meinte Gabriel.
Jack begriff langsam, dass dieser Kampf Spuren hinterlassen hatte. Nur noch fünf Überlebende von den ehemals knapp zwei Dutzend. Doch es machte Hoffnung, dass zwei Frauen dabei waren. Immerhin schlummerte tief in jedem die Illusion, eines Tages wieder in ein kreaturenloses Gebiet ziehen und von vorne beginnen zu können. Dafür sollte der Transporter von enormer Wichtigkeit sein. Jack wusste dies anfangs nicht, doch merkte er schnell, dass diese vollautomatische Maschine die darin sässigen Menschen an strategisch wichtige Orte bringen würde. Sie musste das Gebiet wohl registriert und Rechnungen angestellt haben. Eigentlich wusste niemand über den Mythos dieser Transporter Bescheid. Noch heute geht die Legende rum, dass Mister X die Zukunft voraus sah und vorgesorgt habe. Denn ab diesem Moment sollten viele Kämpfe folgen, in denen stets alle fünf überlebten. Dabei würde das Wort Zusammenarbeit neu erfunden werden.
Jack stellte seine Sachen in die nächste Ecke und schämte sich angesichts der kritischen Lage über den Verlust seiner Waffe. „Diese Dinge werden mal von Bedeutung sein.“ meinte aber Tana. „Hier, das ist ein Bohrer.“ fügte Leala hinzu. Er erkannte die Waffe wieder und vermutete hinter dieser die gefährlichen Geschosse, die er vor seiner Rettung an sich vorbei streifen sah. Anscheinend konnte man eines dieser Dinge ergattern, was mal sehr wichtig sein würde. Nicht nur, dass die Waffe allerlei durchbohren konnte, sondern sie lag fast wie getarnt in der Hand. Jack bemerkte dies sofort und fühlte bei der ersten Benutzung, wie die Waffe fast mit seinem Arm verschmolz.
2127 landete der Transporter in Wales. Kaum angekommen erwischte es Geoffrey, noch in der metallenen Röhre. „Booohrer!!“ schrien die anderen, um sich gegenseitig zu warnen. Als sich die Tür endlich geöffnet hatte, stürmten die vier hinaus. Jack überströmte das erste Mal seit seiner Rettung das Gefühl der Todesangst. Doch die Strassen waren leer. Alle standen konzentriert da, um den Schützen ausfindig machen zu können. Da ergriff Geoffrey mit letzter Kraft Jacks Arm. Dieser erschrack fast zu Tode, erblickte dazu beim Wenden seines Kopfes einen Schatten. Doch der Leader hielt ihn fest. „Nein! Wir haben es geschafft. Du und Leala, Gabriel und Tana.“ Dies sollten die letzten Worte des mutigen Führers dieser Trupp sein. Man trauerte ihm kaum nach, selbst nach fast zwei Jahren gemeinsamen Lebens im Transporter und den vielen Kämpfen. Das hatte man im Krieg gelernt. Ansonsten ginge man zu Grunde. Geoffrey selbst predigte das stets, wodurch er das Bild der herzlosen Kampfmaschine vermittelte, besonders damals im Kampf um den Transporter. Doch Jack erkannte nun die Wichtigkeit dieser Schlacht von vor zwei Jahren, als an die zwanzig Menschen starben. Man vermutete damals, dass in diesem Kampf etwa ein Zehntel der übrig gebliebenen Menschheit starb. Man sollte recht behalten.
„Da!“ rief Tana und verfolgte eine verdächtige Spur. Doch es sollte sich nur als Gridea herausstellen. Das waren riesige, aber harmlose bunte Würmer, wie Jack ein Jahr zuvor vernahm. Schon damals hielt man so ein Getier für eine Bestie. Bis heute weiss man nicht, woher diese Würmer kommen und man sah sie nur selten bis gar nie in einer ganzen Zeitepoche. Doch sie mussten etwas bedeuten, denn vor einem Jahr folgten fünf kampflose, schöne Wochen für die damals noch fünf Helden. Doch dieses Mal sollte es ein wenig anders kommen.
Ein lautes Geräusch war plötzlich zu vernehmen. Alle vier sprangen in die Dunkelheit, um in Deckung zu gelangen. Sie trauten ihren Augen nicht, das war ein Auto. Endlich wieder Menschen! Jack griff instinktiv in seine Tasche und bemerkte, dass er seinen Hausschlüssel verlor. Er lag auf der Strasse. Er muss ihn beim Sprung verloren haben. Als er sich ihn holen wollte, kam auch schon das nächste Gefährt angerollt. Jack überkam ein unwohles Gefühl. Er warnte die anderen, doch war es bereits zu spät. Zwei Männer stiegen aus dem Auto und warfen den vieren einen giftigen Blick zu und knirschten mit den Zähnen. Sie hatten Waffen dabei, die sehr mächtig aussahen. Da der Rest des Trupps „Geoffrey“ diese Waffen nicht kannte und deren Stärke und Schnelligkeit nicht abzuschätzen war, ergaben sie sich. Nur Jack hielt im Halbdunkeln seinen Bohrer in der Hand. Was auch immer dies für Menschen waren – wohl korrupte –, sie wussten anscheinend nicht über die Waffen der Bestien Bescheid. „Geht über die Brücke, beeilt euch!“ befahlen die beiden Männer. Ihnen blieb nichts anderes übrig, als zu gehorchen. So schien es Jack auf jeden Fall. Er hätte auch das Risiko auf sich nehmen können, seinen Bohrer einzusetzen, doch etwas hielt ihn davon ab. Alles wirkte so surreal.
Die vier liefen also gen Brücke, obwohl die Männer in ihrem Auto verschwanden. Da kam wieder dasselbe Gefährt entgegen, vor dem sie sich zuerst verstecken konnten. Doch dieses Mal schienen alle einer Handlung unfähig und folgten dem Pfad zur Brücke wie willenlose Zombies. Nur Jack versuchte sich dagegen zu wehren. Das Auto hielt an und eine Familie stieg aus. Ein kleiner Junge war mit Mutter und Vater unterwegs, wie es schien. Wo zum Teufel waren sie hier nur gelandet? Es war äusserst selten, Kinder zu sehen. Jack hat seit fast drei Jahren keines mehr gesehen. Gabriel mit seinen mittlerweile neunzehn Jahren galt als blutjung.
„Könnt ihr es denn nicht fassen? Wir leben hier. Man hat das Mittel gefunden, das die Kreaturen abhält. Etwa hundert Leute bilden hier eine neue Zivilisation.“ sagte eine herzliche Stimme, die aus dem Bauch des dicklichen Vaters zu kommen schien. Er lachte dämonisch und die Familie verschwand. Eine äusserst merkwürdige Begegnung. Jack konnte es nicht fassen. Er fühlte sich einsam, denn die anderen wirkten ohne ihre Waffen beinahe apathisch. Dazu dieser Surrealismus. Doch dieses Mal verzerrte sich nicht alles. Jack sah alles klar und deutlich, doch wirkte trotzdem alles so unrealistisch, als würden alle vom Schicksal gesteuert völlig willenlos diese Brücke überqueren. Da donnerte und explodierte es und schnell befand man sich in der Realität wieder. Die Brücke hinter ihnen wurde durch Helikopterraketen fast gänzlich zerstört. Leala, Tana, Gabriel und Jack bemerkten die Tristesse um sie herum, die kennzeichnend für das Gebiet der Bestien war.
Eine riesige Kugel flog vom Himmel. War das denn noch möglich? Würden sie es wirklich noch mit dem mächtigsten Vieh der Kreaturen zu tun bekommen? Die Befürchtungen bewahrheiteten sich, als die Kugel langsam seine Beine ausbreitete. Erneut ergriff Jack die Todesangst. Er wusste, dass er der einzige mit einer Waffe und somit die letzte Hoffnung war. Hätte er damals gewusst, dass er nicht nur die letzte Hoffnung seiner Freunde, sondern der ganzen restlichen Menschheit war, wäre er wohl zu keiner Handlung mehr fähig gewesen. Selbst so fiel es ihm schwer genug. Die Gefahr war riesig, dass alles innert wenigen Sekunden widerstandslos beendet sein könnte, wenn nur eines der Beine ihn zerdrücken würde. Die beiden Frauen erstarrten. Doch Gabriel schien Flügel verliehen bekommen. Wie ein Engel schwebte er zwischen den Beinen der Maschine hindurch, um für Ablenkung zu sorgen. So schnell konnte kein Mensch rennen, dachte sich Jack. Doch was tat er überhaupt? Er muss sich doch bewegen, wenn Gabriel ihm schon half. Es schien ihm, als sei er unter Drogen. Der Name Gabriel war doch nur ein Zufall. Er schüttelte seinen Kopf stark durch und sah sich seinen Freund an, als dieser ihn verzweifelt anschrie. „Tu doch endlich was“. Da sah er die Angst und die Ernsthaftigkeit in seinem Gesicht. Alles engelhafte schien verflogen. Jack packte nun seinen ganzen Mut und feuerte wie wild auf dieses riesige Ding.
Bis heute war kein Mensch im Stande, die Geschichte vollständig zu erzählen. Diese Maschine galt als unbesiegbar und man weiss nicht, wie Jack das Wunder vollbrachte. Er selber wusste es wohl auch nicht, er musste ihn Trance gefallen sein. Ebenso rätselhaft ist bis heute, wie die vier des Trupps „Geoffrey“ es zustande gebracht hatten, sich in die Zivilisation einzuschleusen, in der sie anscheinend nicht erwünscht waren. Bis dahin ernteten sie nur Hass. Der Leader wurde erschossen und der Rest in eine Falle gelockt. Nur die Familie schien anders. Doch ob diese nur eine Illusion war oder ob sie tatsächlich existierte, musste sich Jack später wohl selber gefragt haben. Legenden erzählen von einem langen Rückweg über die Trümmer der Brücke, auf dem ein Blatt den Helden entgegen windete. Darauf soll die Inschrift „Ich bin der König aller Menschen“ gestanden haben, während das Gesicht von Mister X den Rest des Flyers zierte. Sie sollen ihn dadurch getroffen haben. Da eine neue Zivilisation entstehen sollte, war Geld wieder wichtig geworden und Jack konnte Mister X mit seinen 50 Euro bestechen. Es versteht sich von selbst, dass dies viel Geld war, da es doch sehr rar wurde. Nun verhalf der Legend nach also der König aller Menschen Jack und seinen Freunden zu einer neuen Identität.
Der Legenden nicht genug sollen Jack und Leala und Gabriel und Tana je ein Sohn zu Welt gebracht haben, womit Geoffrey’s letzten Worten eine Deutung zugeschrieben werden konnte. Die Kinder der Helden sollen später die Welt von den restlichen Bestien befreit haben. Als sei dies immer noch nicht genug, soll das Kind des dicklichen Vaters die neue Trupp „Geoffrey“ angeführt haben, er als Leader mit demselben Namen. Auf den Reisen mit dem Transporter sollen sie auf Greise getroffen sein. Wohl ein Trupp aus alten Zeiten, immer noch auf der Suche nach einem Transporter, der sie nach Wales führen sollte. Die restlichen 50 tapferen Krieger der anderen Trupps der damals restlichen Menschheit waren wohl im Kampf gefallen, während die etwa hundert Stück an der neuen Zivilisation arbeiteten.
Ob all diese Mythen und Legenden der Wahrheit entsprechen, ist nun im Jahre 2764 nicht mehr herauszufinden. Nur ein Bohrer und Jack’s Necessaire im Museum of History in Wales erinnern an den Mythos eines Helden und dessen Träume.